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Durch den Reaktorunfall 1986 kam es in Tschernobyl / Ukraine sowie vor allem im Südosten von Weißrussland zu verheerenden radioaktiven Verseuchungen.
2,5 Millionen Menschen, darunter 600.000 Kinder Weißrusslands, ein Viertel der Bevölkerung, wurden von der radioaktiven Strahlung betroffen.
Es kam zu einem dramatischen Anstieg von Schilddrüsenkrebs (vor allem bei Frauen und Kindern), Leukämie, genereller Abwehrschwäche (Tschernobyl-Aids), Störungen des Hormonhaushaltes, zu starkem Anstieg von Diabetes, psychischen Störungen, auch die Selbstmordrate stieg steil an.
Das Reaktorunglück von Tschernobyl, galt als dramatischer Wendepunkt in der Atompolitik. Viele hofften, die weltweite Kraftwerkskapazität würde sinken, aber dem ist bis heute nicht so. Immer noch sind allein in Deutschland 18 Atomkraftwerke am Netz. Der endgültige Ausstieg aus der Atomwirtschaft wurde von der Bundesregierung in Deutschland immer noch nicht konsequent realisiert. Länder
wie China, Russland und vor allem die USA setzen weiterhin auf den Ausbau der Nuklearwirtschaft. Jeder Zeit kann sich dort oder auch hier bei uns in Europa eine Reaktorkatastrophe wiederholen.
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